Verzahnungsteile für kompakte Antriebe
Verzahnungsteile mit kleinen Modulen ermöglichen kompakte Bauformen und eignen sich insbesondere für Anwendungen mit begrenztem Bauraum. Die mögliche Drehmomentübertragung hängt dabei von der gesamten Verzahnungsgeometrie, dem Werkstoff und den Betriebsbedingungen ab. Deshalb finden solche Verzahnungsteile unter anderem in Positionier-, Vorschub- und Verstelleinheiten Verwendung.
Auch in der Antriebstechnik, Automatisierung und Robotik spielen diese Bauteile eine wichtige Rolle. Darüber hinaus gehören die Feinmechanik, Medizin- und Messtechnik zu weiteren Einsatzbereichen.
Kegelräder und Stirnräder
Kegelräder
Kegelräder mit gerader, schräger oder bogenförmiger Verzahnung übertragen Drehbewegungen und Drehmomente zwischen sich schneidenden Wellenachsen. Sie werden als Kegelradpaar eingesetzt und ermöglichen beispielsweise eine Umlenkung der Drehbewegung um 90°.
Stirnräder
Stirnräder gehören zu den häufig eingesetzten Verzahnungsteilen im Maschinen- und Anlagenbau. Bei geradverzahnten Stirnrädern verlaufen die Zähne parallel zur Drehachse. Schrägverzahnte Stirnräder besitzen dagegen einen definierten Schrägungswinkel.
Innenverzahnungen, Schnecken und Schneckenräder
Innenverzahnungen
Innenverzahnungen liegen auf der Innenseite eines Hohlzylinders. Dadurch lassen sich Drehmomente und Kräfte platzsparend übertragen. Zudem kann diese Bauweise Vorteile bei der Lastverteilung bieten und eignet sich für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Präzision und Effizienz.
Schnecken und Schneckenräder
Schnecken und Schneckenräder bieten hingegen eine kompakte Lösung für die präzise Übertragung von Drehmomenten bei großen Übersetzungsverhältnissen. Sie eignen sich insbesondere für Anwendungen, bei denen eine hohe Laufruhe und je nach Auslegung eine Selbsthemmung erforderlich sind.
Verzahnungsarten und technische Anforderungen
Zu den bekannten Verzahnungsarten gehören:
- Zykloidverzahnung
- Triebstockverzahnung
- Evolventenverzahnung
Die Tragfähigkeit eines Zahnrads bestimmt, welche Belastungen es dauerhaft übertragen kann. Dabei müssen Verzahnungsgeometrie, Werkstoff, Wärmebehandlung und Fertigungsqualität auf die jeweilige Anwendung abgestimmt werden.
Kundenspezifische Verzahnungstechnik
Neben Standardverzahnungsteilen werden kundenspezifische Sonderanfertigungen für unterschiedliche Anwendungen benötigt. Dazu gehören Stirnräder, Ritzel, Kegelräder, Innenverzahnungen sowie Schnecken und Schneckenräder.
Zur Verzahnungstechnik gehören außerdem die Analyse und technische Rekonstruktion bestehender Getriebekomponenten und Getriebe sowie die Entwicklung von Retrofit-Lösungen. Dabei können Verzahnungsgeometrie, Werkstoff, Wärmebehandlung, Lagerung, Passungen und Toleranzen analysiert und auf die jeweilige Anwendung abgestimmt werden.
Von der Konstruktion und CAD-Auslegung über die Fertigung und Prüfung bis zur Montage lassen sich damit komplette mechanische Baugruppen realisieren. Moderne Bearbeitungsverfahren und qualitätsgesicherte Prozesse ermöglichen zudem die Fertigung anspruchsvoller Geometrien und kleiner Losgrößen.
Verzahnungsteile mit kleinen Modulen
Kleine Module ermöglichen kompakte Zahnräder mit entsprechend kleinen Bauabmessungen. Sie sind besonders interessant für Anwendungen mit begrenztem Bauraum und hohen Anforderungen an Präzision und Dynamik. Für kundenspezifische Anwendungen fertigt abp Verzahnungsteile im Modulbereich von 0,2 bis 1,5 mm.
In a nutshell
Verzahnungsteile ermöglichen eine präzise Übertragung von Bewegung und Drehmoment. Je nach Einsatzbereich stehen unterschiedliche Zahnrad- und Getriebebauarten zur Verfügung, die sich hinsichtlich Bauform, Verzahnung, Werkstoff und technischen Eigenschaften an die jeweilige Anwendung anpassen lassen.